Website-Icon KEEPONRACING.DE

Porsche Mission R: Realer Rennsport und E-Sports verschmelzen

Beim Mission R verschmelzen realer Rennsport und Esports. Denn seine Monocoque-artige Fahrerzelle ist als Modul konzipiert und kann in identischer Form außerhalb des Fahrzeugs als Simulator eingesetzt werden. So kann der Rennfahrer sich in einer vertrauten Umgebung virtuell auf sein nächstes Rennen vorbereiten. Und Motorsportler von morgen können an Esports-Events teilnehmen.

Ebenfalls an eine junge, motorsportbegeisterte Community wenden sich die Interaktionsmöglichkeiten des Mission R: Er ist für eine Live-Stream-Übertragung aus dem Innenraum vorbereitet, der Fahrer kann seine Fans per Knopfdruck zuschalten. Diese wiederum können direkt mit ihm kommunizieren, indem sie ihm beispielsweise Likes schicken.

„Jeder Porsche muss ganz klar als Porsche erkennbar sein. Viele Elemente, die wir in Studien vordenken, finden sich später in Serienfahrzeugen. Das gilt auch für den Motorsport. Die Kundensport-Fahrzeuge basieren zudem immer auf Seriensportwagen. Konkret beim Mission R bedeutet das: Bis zur Gürtellinie gibt es Anklänge an ein zukünftiges Serienmodell, darunter: Pures Racing!“

Michael Mauer, Leiter Porsche Style

Besonders realistisches Renntraining am Simulator

Sitz, Lenkrad, Bedienelemente, verstellbare Pedalerie und Bildschirme bilden beim Mission R eine kompakte Einheit und sitzen in einer Achse, der Fahrerachse. So kann sich der Fahrer im Rennen auf das Wesentliche konzentrieren.

Zugleich ermöglicht diese Fahrermodul-Konstruktion die Nutzung einer zweiten Fahrerzelle außerhalb des Mission R als Rennsimulator. Mit Hilfe beweglicher, elektrisch angesteuerter Stützen lassen sich die dynamischen Kräfte simulieren, die auf den Fahrer einwirken – also beispielsweise beim Bremsen oder die Seitenneigung bei schneller Kurvenfahrt. Dank vertrauter Umgebung mit identischen Anzeige- und Bedienelementen und dem gleichen Vollschalensitz wäre ein solches Training besonders realistisch und höchst effizient.

Additiv hergestellter, belüfteter Vollschalensitz

Der Vollschalensitz bietet ein hohes Schutzpotenzial für den Fahrer. Zugleich ist er innovativ aufgebaut und wird als sogenannter 3D Bodyform-Vollschalensitz teilweise additiv hergestellt. Die Sitzschale besteht aus demselben Naturfaser-verstärktem Material wie die Anbauteile im Exterieur. Die Mittelbahn des Sitzes, also Kissen- und Lehnenspiegel, stammt zum Teil aus einem 3D-Drucker.
Porsche hat diese Alternative zur konventionellen Polsterung von Schalensitzen 2020 zunächst als Konzeptstudie gezeigt und in einer Testphase mit ausgewählten Kunden erprobt.

Beim Mission R ist der Fahrersitz aktiv belüftet und mit atmungsaktivem Stoff bezogen, der in einem Ressourcen-schonenden 3D- Strick-Verfahren angefertigt wird. Zu einem guten Sitzklima trägt ebenso die 3D-gedruckte Gitterstruktur bei. Diese schwarzen, grobmaschigen Elemente befinden sich unter anderem am Übergang zwischen Kissen und Lehne.

Nach Wichtigkeit gestaffelte Anordnung der Anzeigen

Maximale Fahrerorientierung ist das Credo des Mission R. Die wesentlichen Anzeigen und Bedienelemente sitzen in einer Achse. Das reduziert die Ablenkung und trägt über eine schnellere Reaktion zu einer besseren Performance des Fahrers bei. Die Informationen sind hierarchisch in drei Ebenen geclustert:

Live-Stream-Übertragung aus dem Innenraum

Zwei Kameras am Dachrahmen sowie auf einer Laufschiene oben auf der Beifahrerseite verfolgen in Echtzeit das Geschehen im Innenraum während eines Rennens. Die bewegten Bilder können mit Hilfe eines Live-Stream-Buttons im Bedienfeld direkt zur Community übermittelt werden. Die Fans können wiederum direkt mit dem Fahrer kommunizieren, indem sie ihm beispielsweise Likes schicken.

Integrierte Helmventilation und Desinfizierung

Bei der Belüftung des Innenraums hat sich Porsche wiederum etwas Besonderes einfallen lassen: Frischluft gelangt direkt über einen verstellbaren Einlass in der Frontscheibe ins Auto. Eine sehr effiziente und damit nachhaltige Lösung im Vergleich zu konventionellen Konstruktionen mit Radiallüftern und langen Wegen der Luftführung von der Fahrzeugfront in den Innenraum.

Für Taxi-Fahrten kann auf der Beifahrer-Seite ein zweiter Sitz montiert werden. Im dortigen Fußraum befinden sich die zu einem Elektronikmodul zusammengefassten Steuergeräte samt Kühler. Die Trinkflasche des Fahrers ist dort ebenfalls integriert. Unter der Heckscheibe präsentieren sich aufgeräumt und formschön gestaltet die Ausgleichsbehälter für Batterie-Kühlmittel, Bremsflüssigkeit und Dämpfer.

Die mobile Version verlassen